Freitag, 3. September 2010

Die Fetischparty als Event?

Angestoßen durch die von Dominique von Sternenberg lancierte Umfrage, was Menschen bewegt zu einer Fetischparty zu gehen, stelle ich mir die Frage wie die seit einigen Jahren zu beobachtende "Eventisierung" der SM/Fetisch-Thematik zu bewerten ist. Waren derartige Parties vor einigen Jahren offensichtlich noch eher "teilprivate" Feiern von lokalen Gruppen und Vereinen wie etwa SMart Rhein-Ruhr, so haben sie sich im letzten Jahrzehnt zu durchorganisierten Events entwickelt. Für die großen Veranstaltungen dieser Art, auf denen sich das Who-is-who der Fetischszene ein Stelldichein liefert, reisen den vor den Toren der jeweiligen Location geparkten Autos zufolge nicht wenige Menschen hunderte von Kilometern quer durch Europa, zumindest aber durch die halbe Republik. Wozu das?

Zum Teil wird das Phänomen der Fetischparty nachvollziehbar, wenn man der marktwirtschaftlichen Logik folgt: Eine entsprechende Nachfrage trifft auf mehr oder weniger professionelle Partyveranstalter, die als Anbieter auftreten, entsprechende Events organisieren und den hohen Eintrittspreisen zufolge auch nicht wenig Geld damit verdienen. Die hierfür nötige Markttransparenz, die eine überregionale Werbung für eine Party ermöglicht, ist im starken Maße mit dem Entstehen von Social Communities im Internet verbunden und folglich erst seit einigen Jahren gegeben, da vor einem guten Jahrzehnt ein Großteil der Zielgruppe noch keinen Internetzugang hatte und entsprechender Content auch noch nicht so einfach zu generieren war.

Dieser Erklärungsansatz greift aber ein wenig zu kurz: Welche Beweggründe haben die Besucher der Fetischparty, insbesondere in der Ausprägung des "Megaevents", eine Fetischparty überhaupt nachzufragen? Was hofft man dort zu finden? Zugegeben, mir als eher gelegentlichem Partybesucher ist das weitgehend unklar. Um so gespannter bin ich auf die Ergebnisse der o.g. Befragung, wenngleich ich geschlechtsspezifische Unterschiede vermute, die sich aus den Befragungsergebnissen wohl nicht werden ablesen lassen. Dennoch... ein spannender Ansatz.

3 Kommentare:

  1. Domenique von SternenbergSep 4, 2010 10:06 AM

    Da freue ich mich aber Dich etwas angestossen zu haben ;-) . Bedanke mich aber auch gleich für den Wink mit der Geschlechtsfrage. Hab ich auch gleich noch nach gebessert.

    Ein Grüetzi und gestiefelte Grüsse aus der Schweiz
    Domenique

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  2. Ah, jetzt versteh ich: Vanilla GmbH breitet aus, rofl.

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  3. Du solltest wieder mehr Beiträge schreiben.

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