Sonntag, 19. Februar 2012

Wassernymphen und andere Wunderwesen

Bereits vor einiger Zeit habe ich für mich nach dem Besuch eines Dominastudios festgestellt, dass ich selbst "SM als professioneller Dienstleistung" nicht so wirklich etwas abgewinnen kann. Das liegt weniger an (in jedem Fall unangebrachter) übermäßiger Sparsamkeit, sondern vielmehr daran, dass der Reiz von einer Frau dominiert zu werden, die dies tut weil ich dafür bezahlt habe, einfach nicht so wirklich mein eigenes Kopfkino in Fahrt bringt.

Davon völlig unberührt bin ich in meinem Leben schon einigen Frauen begegnet, die SM als Beruf betreiben und habe durchaus großen Respekt für diese Form der Sexarbeit. Besonders fasziniert mich aber, wenn es sich dabei um eine Frau handelt, deren Attraktivität nicht alleine auf körperlichen Merkmalen beruht, sondern die in ihrer gesamten Ausstrahlung integer wirkt. Wenn dann noch das richtige Maß an sprachlichem Ausdrucksvermögen dazu kommt, so kann ich mich einer gewissen Faszination nicht verwehren.

So komme ich dann auch nicht umhin, an dieser Stelle auf den Blog von Undine hinzuweisen, auf den ich heute Vormittag gestoßen bin nachdem ich die Dame gestern am späteren Abend zufällig und außerhalb jeglicher SM-Kontexte gesehen habe. Zwar habe ich mich nicht mit ihr unterhalten können, aber auch so schon verfügt sie ohne Zweifel über die oben angesprochene Ausstrahlung in ihrem Auftreten. Und auch etliche ihrer Blogeinträge (die, die über einfache Ankündigungen mit eher alltagsorganisatorischem Charakter hinausweisen) sind durchaus spannend zu lesen und überaus ansprechend verfasst. Und so bin ich zugegebener Maßen schon ein stückweit beeindruckt.