Mittwoch, 16. September 2026

Mindsets der Herrschaft - Gedanken zur Bedeutung von Keuschhaltung

Nach einigen Wochen zugestandenen „Freigangs“ befinde ich mich nun wieder unter dem strengen Reglement meiner Mistress. Wieder im Keuschheitsgürtel verschlossen frage ich mich, worin wohl der „Schlüssel“ meiner Unterwerfung unter das Reglement meiner Mistress liegt – und welche Rolle der Verschluss im KG dabei spielt. Die Erfahrung zeigt, dass dieses Mindset mit Dauerverschluss nicht zu jeder Lebensphase passt. So stellt sich erfahrungsgemäß auch immer wieder mal eine Phase der Auszeit unseres Herrschaftsverhältnisses ein. Zeitweise darf ich dann sogar selbst über meine Sexualität bestimmen. Mit diesem Arrangement funktionieren wir nun schon seit über zwölf Jahren als „Friends with (BDSM-)benefits“ – und die Erfahrung lehrt, dass sich nach zeitweiligen Phasen meines „Freigangs“ unser D/s-Verhältnis irgendwann immer wieder re‑institutionalisiert. Dann bin ich nicht länger nur ihr Friend, sondern auch wieder ihr Untertan und damit auch die Zeit des „Freigangs“ und insbesondere die Phase selbstbestimmter Orgasmen vorbei ist.

Während der „Normalzeiten“ ihrer Herrschaft, meiner Mistress, und damit auch der Regulation meiner Lust ist der KG ein wichtiges Utensil. Zu den Herrschaftszeiten (erfahrungsgemäß in etwa drei Viertel des Jahres) verordnet mir meine Gebieterin ihrer Willkür entsprechend Verschlusszeiten. Aber auch im unverschlossenen Zustand gilt ein grundsätzliches Anfass- bzw. Stimulationsverbot für das von meiner göttlichen Gebieterin reglementierte „unnütze cuckischwänzchen“: Etwaig aufkommende Lustgedanken oder Zuckungen sind stets meldepflichtig – was meiner Erfahrung nach in etwa neun von zehn Fällen einen unmittelbaren Verschluss zur Folge hat. Doch hin und wieder gewährt mir meine Mistress auch einen Orgasmus – ganz nach ihrem Gutdünken und gemäß ihres Reglements. Oft ist es nur ein Zugeständnis, durch anale Stimulation auslaufen zu dürfen, wofür der KG ggf. nur anschließend kurz für eine anschließende Reinigung aufgeschlossen werden muss. Die Erlaubnis durch eigenmächtige Stimulation durch maximal zwei Finger ist dann eine große Gunst und erfolgt dementsprechend nur selten. Die größte Ehre für mich ist aber, durch die Berührung meiner Mistress kommen zu dürfen. Den genauen Zeitpunkt dafür reglementiert sie dann zumeist mittels eines Countdowns. Bei etwaigen Verfehlungen bleibt – günstigstenfalls – noch die Hoffnung auf einen ruined orgasm, wenn nicht sogar Ballbusting und Wiederverschluss zu befürchten ist... Doch ich schweife ab: Hauptgegenstand sollten ja nicht Zugeständnisse meiner Mistress sein, sondern meine konsequente Abrichtung unter die Willkürherrschaft meiner Göttin und die Bedeutung von Mindset und Keuschhaltung dabei. Der KG ist dabei ein wichtiges Tool, das meine Sehnsucht, mich ihr zu unterwerfen, verstärkt und zudem ihr Vergnügen daran, mich zu beherrschen, symbolisch sowie physisch manifestiert. Dabei wird für mich die bestehende Machtungleichheit auch körperlich unmittelbar erfahrbar. Entsprechend sind Verschlusszeiten sowohl Ausdruck meiner Unterwerfung als auch ein wichtiges Hilfsmittel zur Sicherstellung des Anfassverbots. Für meine Göttin im KG verschlossen bin ich stolz und dankbar, ihr Untertan zu sein. Jüngst hat sie mir ein Gebet beigebracht, das mir meine Position ihr gegenüber ganz besonders vor Augen führt und das ich mittlerweile als Mantra aufzusagen geübt habe: 

Ich bin Ihr höriger Ass-Addict. Ihnen zu Dienen ist meine Bestimmung.
Mein Cucki-Pimmel unterliegt allein Ihrer Willkürherrschaft.
Zu jeder Zeit bin ich Ihnen untertan.